5 Weinfehler – oder etwa nicht? Teil 1: Petrolton im Riesling

Mit dem Wein stimmt etwas nicht

Das werden Sie vielleicht schon einmal erlebt haben: Sie machen eine Flasche Wein auf, schenken ein Glas ein und irgendwas ist seltsam. Irgendetwas stimmt nicht mit dem Wein. Und Sie fragen sich: Handelt es sich um einen Weinfehler oder ist es schlicht eine Eigenart dieses Weines.

In dieser kleinen Serie möchte ich fünf Besonderheiten vorstellen, denen man beim Genuss von Wein begegnen kann.

Die Frage lautet dabei immer wieder: Weinfehler oder nicht?

Oder, neudeutsch gesagt: Is it a bug or a feature?

Los geht´s mit Teil 1.

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Reduktiver Weinausbau vs. oxidativer Weinausbau

Warum der Weinausbau über Stil und Ausdruck entscheidet

Nach der Lese ist die Arbeit im Weinberg getan – doch im Keller beginnt ein neues Kapitel der Weinwerdung. Wie die Trauben weiterverarbeitet werden, wie die Gärung abläuft und wie der junge Wein danach behandelt und gelagert wird, bestimmt maßgeblich seinen Charakter.

Ob ein Wein frisch und fruchtbetont oder reif und vielschichtig schmeckt, hängt wesentlich davon ab, ob der Weinausbau reduktiv oder oxidativ erfolgt.

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Die Farbe des Weines – und was sie uns verrät, Teil 3

Bisherige Beiträge zu „Die Farbe des Weines – und was sie uns verrät“

Teil 1 zu „Die Farbe des Weines – und was sie uns verrät“ behandelte die generellen Zusammenhänge von Farbe der Trauben und Farbe des Weines. Wir hatten besprochen, was ein Weißwein ist und dabei festgestellt, dass ein „Blanc de Noir“ zwar so aussieht, wie ein Weißwein, aber kein Weißwein ist.

In Teil 2 zu „Die Farbe des Weines – und was sie uns verrät“ haben wir uns mit den feinen Grenzen zwischen Blanc de Noir, Weißherbst und Rosé befasst. Zum Rotwein habe ich angemerkt, dass die Tiefe der Farbe des Weins nicht immer ein Hinweis auf die Intensität des Geschmackes ist und dass die Farbe des Weins zum Beispiel von der Rebsorte und der Maischestandzeit abhängig ist.

Was fehlt noch?

Wir haben also von Weiß bis Rot alles durch. Was fehlt noch? Nun, es fehlt noch das, was für mich den Ausschlag gegeben hat, diese Beiträge zu verfassen. Es begann mit dem Schlagwort „Orange Wine“. Vorab: Das hat nichts mit Valensina, Fanta oder Cointreau zu tun.

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Die Farbe des Weines – und was sie uns verrät, Teil 2

Rückblick auf „Die Farbe des Weines – und was sie uns verrät, Teil 1“

In „Die Farbe des Weines – und was sie uns verrät, Teil 1“ hatten wir festgestellt, dass von der Farbe der Trauben nicht automatisch auf die Farbe des Weines geschlossen werden kann.

Weitere Erkenntnis war, dass Weißwein aus Weißweintrauben hergestellt wird1§ 32 Abs. 1 Ziffer 1 Weinverordnung. Und dass deshalb ein Blanc de Noir kein Weißwein ist, obwohl er wie ein Weißwein gekeltert werden soll und auch so aussehen soll2§ 32 Abs. 3 Weinverordnung.

Und dann war da noch die Behauptung, dass ein Blanc de Noir geschmacklich leichter, frischer und säurebetonter wirkt als ein Rosé oder ein Weißherbst. Stimmt das nun, oder kann man das nicht verallgemeinern?

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Die Farbe des Weines – und was sie uns verrät, Teil 1

Wieso ein Beitrag zur Farbe des Weines?

Vor kurzem saßen wir mit Freunden im Landhaus Diedert und haben uns darüber unterhalten, welchen Wein wir bestellen wollten. Wir hatten uns anlässlich des „Sylter Garnelenfestivals“ dort getroffen und waren uns einig, dass wir zu den Garnelen einen Weißwein nehmen wollten.

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