NATUR PUR 2026
NATUR PUR in der Hattenheimer Flur ist seit nunmehr über 30 Jahren ein fester Termin zum Tag der deutschen Einheit für alle Rheingaufreunde. Und insbesondere für die Freunde von Weinen der Winzer aus Hattenheim.
Entlang des etwa 3,5 km langen Wein- und Schlemmerpfades zwischen dem Hattenheimer Bahnhof und der Domäne Neuhof/Steinberg präsentieren die Hattenheimer Winzer Leckeres aus Ihren Weinkellern und aus der Rheingauer Küche.


Tolle Organisation von NATUR PUR
Man merkt die jahrzehntelange Erfahrung der Organisatoren: Auf einer separaten Internetseite 1Internetseite NATUR PUR 2026sind wirklich alle relevanten Informationen zu Anfahrt, Parkplätzen und Sperrungen sowie zu den Standorten der einzelnen Weinstände aufgeführt. Als besonderer Clou wird sogar genannt, welche Art Gerichte an den jeweiligen Weinständen angeboten werden. Wer süß mag, der findet was, wer Winzza will, findet auch das.



Zufallsbegegnungen auf NATUR PUR
Für mich ist das eine besonders schöne Gelegenheit, das Angenehme mit einem kleinen Spaziergang zu verbinden. Also sozusagen das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden. Die 3,5 km sind recht überschaubar. Man trifft sich immer mehrmals. Erkennt sich wieder.

Und ganz zum Schluss, es war kurz vor 18 Uhr, sprach uns jemand an und wollte wissen, welche Weinstände wir empfehlen. Kann sein, dass unsere Weinglashalterung, die vor unserer Brust baumelte, uns als gewiefte Weintrinker erkennen ließ. Wahrscheinlich fragte er aber nur aus einer Laune heraus. Und aus einer Laune heraus, antwortete ich: Sekt – Barth, da gibt´s einen tollen Spätburgunder; Wein – Karl-Johann Molitor, der Dicke Toni. Und dann fragte ich mich, warum ich genau diese beiden nannte. Weder bin ich Spätburgundersekt-Fan, noch würde ich den Dicken Toni als den besten Riesling bei NATUR PUR bezeichnen. Woran lag´s also? Warum waren mir gerade die beiden im Gedächtnis geblieben?


Namen sind nicht Schall und Rauch
Es lag an den Namen und dass diese Namen etwas versprachen, was die Produkte auch hielten. Die Kombination aus Signal und dem folgenden Erlebnis.
- Der Sekt ULTRA PINOT brut nature – BIO vom Wein- und Sektgut Barth. Ich muss zugeben, ich habe mich vom Namen vereinnahmen lassen: Ultra brut nature. Ein Name wie ein Hammer! Und er war wirklich Hammer. Dieser Sekt lag 60 Monate auf der Hefe. Der Grundwein ist ein Blanc de Noir aus Spätburgundertrauben, der im Holzfass ausgebaut wurde. 1,4g/l Restzucker. Vielleicht sollte ich, was Sekt anbetrifft, doch ab und an mal ins Spätburgunderlager wechseln.
- Der Dicke Toni, ein trockener Riesling Kabinett vom Weingut Karl-Johann Molitor. Ein Wein, der Spaß macht, trocken, aber fruchtig. Der Name passt zum Erlebnis. Eine gute Kombination.
Meine Sympathie für den Dicken Toni kommt zusätzlich daher, dass ich dabei immer an Fat Tony denken muss, eine Figur aus Nassim Talebs Büchern zur Antifragilität. Fat Tony, der nicht an Prognosen glaubt und damit sehr erfolgreich ist.
Aber das ist mein persönlicher Bias und hat mit dem Wein nicht das Geringste zu tun.

Wie geht´s weiter?
Seit 2025 findet NATUR PUR am 03. und 04. Oktober statt. Ich habe bislang keine Information dazu, wie es für 2027 geplant ist, liegt da doch der 3. Oktober auf einem Sonntag. Ich bin gespannt. Aber schön wird es garantiert wieder.
Herzliche Grüße, Ihr
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