Salzburg – Startpunkt zur Alpe-Adria

Einleitung

Die Alpe-Adria-Tour ist eine Radtour, die meine Frau und ich schon seit einiger Zeit auf dem Zettel hatten. Start in Salzburg, Ziel ist der Golf von Venedig. Leser meines Blogs wissen, dass Fahrradfahren eine der Leidenschaften ist, die ich mit meiner Frau teile. Im Urlaub dann gerne mal mit E-Bike, genauer gesagt: Pedelec. Damit kann man sich dann auch mal auf anspruchsvollere Landschaftsprofile einlassen.

Zum Beispiel bei einer Tour durch die schottischen Highlands oder einer Tour durchs Salzkammergut (hier, hier, hier und hier) oder halt bei der Alpe-Adria Tour, etwa 350 km Strecke, in Teilen anspruchsvoll. Der garstigste Anstieg erwartete uns in Bad Gastein auf den letzten Metern zum Hotel Salzburger Hof. Aber der Reihe nach.

Nach Salzburg

Unsere Alpe-Adria-Tour startete in Salzburg und ging über 7 Etappen bis nach Grado am Golf von Venedig. Gebucht hatten wir die Tour wieder bei Eurobike, nachdem wir dort bereits mehrfach gute Erfahrungen gemacht hatten.

Die erste Frage, die wir zu Beginn unserer Reise zu lösen hatten, war: Wie kommen wir nach Salzburg? Bahn oder Auto?

Und die zweite Frage war: Wenn wir nicht die Fährnisse einer Bahnfahrt von Wiesbaden nach Salzburg auf uns nehmen wollen, sondern lieber den Risiken einer Autofahrt ins Gesicht blicken möchten: Wo parken wir das Auto?

Unsere Antwort auf die zweite Frage lautete: In Freilassing. Freilassing ist etwa 10 km von Salzburg entfernt und liegt etwa einen Kilometer vor der österreichischen Grenze. Dort gibt es direkt am Bahnhof gebührenfreie Parkplätze. Von da aus kann man dann direkt nach Salzburg Hauptbahnhof fahren, kostet 4,20€. Und von da aus mit dem Taxi ins Hotel.

Als wir in Freilassing angekommen waren, hatte sich unser Plan schon dahingehend geändert, dass wir von dort direkt ein Taxi nach Salzburg nehmen wollten. War ja nicht weit. Wir waren uns allerdings nicht ganz sicher, ob das mit dem gebührenfreien Parken wirklich stimmte.

Uns war natürlich wichtig, dass wir anderthalb Wochen später das Auto wieder genau dort vorfinden würden, wo wir es abgestellt hatten. Deshalb fragten wir den Taxifahrer, ob ihm irgendwelche zeitlichen Beschränkungen für das gebührenfreie Parken bekannt seien. Dies war aussagegemäß nicht der Fall. Er empfahl uns aber, das Auto eher im Industriegebiet abzustellen.

Also sind wir zunächst mit zwei Autos ins Industriegebiet gefahren, haben dort tatsächlich sofort einen Parkplatz gefunden, unser Auto abgestellt, und sind mit dem Taxi weiter gefahren nach Salzburg. Hat uns über 40 € gekostet. Aber zumindest wähnten wir jetzt unser Auto in Sicherheit.

In Salzburg, Tag 1 und Tag 2

Das Arcortel Castellani liegt etwa einen Kilometer südöstlich zum Salzburger Dom, direkt an der Alpenstraße. Ein schönes Vier-Sterne-Hotel mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet (inkl. Sekt) und einem aufmerksamen Barkeeper.

Am ersten Abend nutzten wir die Gelegenheit, die nähere Umgebung um unser Hotel bei jederzeit drohendem Nieselregen zu erkunden. Diese Ecke Salzburgs kannten wir noch nicht. Bei früheren Salzburg-Besuchen waren wir immer im Bereich zwischen Dom, Festung Hohensalzburg, Kloster Mülln, Schloss Mirabell und Kalvarienberg unterwegs.

Bei unserem Erkundungsspaziergang entdeckten wir das kleine griechische Restaurant „Aroma“. Das Interessanteste auf dem Weg dorthin war die Sportanlage, auf der in der Abenddämmerung bei beginnendem Nieselregen Fußballer trainierten. Das Interessanteste auf dem Rückweg war ein Mann, der seinen Hund ausführte und dabei einen Joint rauchte. Insgesamt beschlossen wir, am nächsten Tag doch eher wieder im Bereich zwischen Altstadt und Kloster Mülln unterwegs zu sein.

Nach der Rückkehr ins Hotel bestätigte man uns an der Rezeption, dass die beiden Pedelecs bereits auf uns warteten. Das gab uns Gelegenheit, am nächsten Tag nicht per pedes sondern per Pedelec durch Salzburg zu stromern, einfach mal die alten Stellen im Zeitraffer abzufahren.

Zunächst wollten wir etwas durch die Altstadt gondeln. Und es ist auch durchaus an vielen Stellen erlaubt, in der Fußgängerzone mit dem Rad zu fahren. Gar kein Thema. Aber mein Eindruck war, dass jegliches Rücksichtnehmen alleine den Radfahrern überlassen blieb. Wir haben unsere Räder dann schließlich abgestellt, weil es einfach zu wild durcheinander ging.

Nach einem kurzen Bummel über den Markt schwangen wir uns wieder auf die Räder und weiter ging´s. Erst mal aus der Altstadt pellen, über den Müllnersteg hin zum Schloss Mirabell, dann entlang der Salzach zur Staatsbrücke, auf der anderen Seite zurück, kurze Rast im Café am Kai, weiter zum Augustiner Bräu im Kloster Mülln. Hier vergewisserten wir uns, dass es in der Tat noch geschlossen war und erst um 15 Uhr wieder aufmachte.

Weiter ging es zum Museum der Moderne1 Homepage Museum der Moderne. Nach einem Fotostopp führte unsere Route in Richtung Festung Hohensalzburg und daran vorbei hinunter in die Altstadt.

Nun war es bereits kurz vor 15 Uhr, und also fuhren wir nun wieder hoch zum Augustiner Bräu im Kloster Mülln2 Homepage Augustiner Bräu im Kloster Mülln. Fast immer, wenn wir in Salzburg sind, besuchen wir diese urige Location. Und so auch dieses Mal.

Mit dem Pedelec unterwegs zu sein, macht die Wege deutlich kürzer. Orte und Aussichtspunkte, die wir bislang zu Fuß erkundet hatten, konnten wir so noch einmal im Schnelldurchlauf genießen. Salzburg erschloss sich uns wieder ein bisschen mehr.

Und Morgen würde es losgehen mit unserer Alpe-Adria-Tour von Salzburg an den Golf von Venedig.

Dazu in einem späteren Beitrag mehr. Herzlichst, Ihr

Rolf Koch

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