Tag 3 der Alpe Adria -Tour – von Bad Gastein nach Spittal
Montag, der 18.05.2026.
Vom Hotel Salzburger Hof in Bad Gastein führt der Alpe Adria-Radweg zunächst wieder bergab und anschließend auf ca. fünf Kilometern noch einmal rund 150 Meter hinauf bis zum Bahnhof in Böckstein. Statt die Alpen zu überqueren, geht es hier ein Viertelstündchen mit dem Zug weiter, der sogenannten Tauernschleuse. Die Bahn fährt von Böckstein nach Mallnitz direkt durch den knapp sieben Kilometer langen Tauernbahntunnel.
Der Alpe Adria-Radweg führt in sieben bis acht Etappen von Salzburg nach Grado am Golf von Venedig. Insgesamt umfasst die Strecke etwa 410 km. Die Strecke ist radtouristisch sehr gut ausgebaut und landschaftlich wunderschön.
Das anspruchsvollste Teilstück ist die Etappe von St. Johann im Pongau bis nach Bad Gastein. Danach geht es im Prinzip fast nur noch bergab. Die Strecke ist bei Radtouristen sehr beliebt. Immer wieder kommt man mit anderen Radfahrern spontan ins Gespräch – vermutlich auch deshalb, weil man sich hier, wie auch sonst im Leben, immer mehrmals trifft.
Die Alpe-Adria-Tour ist eine Radtour, die meine Frau und ich schon seit einiger Zeit auf dem Zettel hatten. Start in Salzburg, Ziel ist der Golf von Venedig. Leser meines Blogs wissen, dass Fahrradfahren eine der Leidenschaften ist, die ich mit meiner Frau teile. Im Urlaub dann gerne mal mit E-Bike, genauer gesagt: Pedelec. Damit kann man sich dann auch mal auf anspruchsvollere Landschaftsprofile einlassen.
Zum Beispiel bei einer Tour durch die schottischen Highlands oder einer Tour durchs Salzkammergut (hier, hier, hier und hier) oder halt bei der Alpe-Adria Tour, etwa 410 km Strecke, in Teilen anspruchsvoll. Der garstigste Anstieg erwartete uns in Bad Gastein auf den letzten Metern zum Hotel Salzburger Hof. Aber der Reihe nach.
Was bisher geschah: Von Salzburg aus war unser erstes Ziel der Mondsee, auf der zweiten Etappe sind wir dann am Attersee vorbeigekommen. Vom Attersee ging es weiter zum Traunsee mit dem gleichnamigen Hotel und dann zum Hallstätter See, an dem der herrlich eng gebaute Ort Hallstatt liegt. Nach Besuch und Ausblick des Skywalks ging es auf den Weg zum Wolfgangsee.
Leider sind wir bei Strobl linksseitig weitergefahren. Der Plan war, den See quasi zu umrunden. Direkter wäre es gewesen, rechtsseitig direkt nach St. Wolfgang zu fahren. Haben wir nicht gemacht. In St. Gilgen stellten wir dann fest, dass es ggf. sinnvoller wäre, einfach das Schiff nach St. Wolfgang zu nehmen, statt zu versuchen, über die „Steilküste“ nach St. Wolfgang zu kommen. Die Wartezeit von knapp einer Stunde nutzten wir, um uns ein Eis an der nahe gelegenen Eisdiele zu holen und auch zu essen.
Nicht schlecht, was da am Wolfgangsee so alles gebaut wurde.Angekommen im Weißen Rössl am Wolfgangsee. Sehr guter Service. Und einen gut ausgestatteten Fitnessraum haben sie auch.
In St. Wolfgang hatten wir einen weiteren Ruhetag eingeplant. Und es wäre genug zu erkunden gewesen, um eine Woche dort zu bleiben.
Diese eine Woche hatten wir nicht, aber was wir glücklicherweise gemacht haben und für uns ganz neue Perspektiven eröffnete, war die Fahrt auf den Schafberg. Auch hier kann man zu Fuß hochwandern. Von St. Wolfgang wären es rund 1200 Höhenmeter. Haben wir nicht gemacht. Haben die Zahnradbahn genommen.
Blick aus der Zahnradbahn nach oben.
Blick nach unten zum Wolfgangsee.
Von ganz oben sieht plötzlich alles so klein aus. Was für uns mehrere Tage Radtour waren, sah man von hier oben mit zwei Blickwechseln.
Der Mondsee, gesehen vom Schafberg.Der Attersee, gesehen vom Schafberg.Der Wolfgangsee von oben.
Aber auch die zwei Tage in St. Wolfgang waren schnell vorbei. Und so wird es Zeit für die Rückfahrt.
Wir fuhren nochmals um den Wolfgangsee, wieder nach St. Gilgen und dann weiter nach Salzburg.
Bleibt noch zu klären, wie die Suche nach dem besten Kaiserschmarrn ausgegangen ist. Vermutlich haben wir uns nicht genug Mühe gegeben. Es war ein schöner Urlaub in einem Land mit netten Gastgebern, die eine dem Deutschen ähnliche Sprache sprechen.
Wir haben auf dem Weg nach St. Wolfgang, und zwar in Bad Ischl, einen Kaiserschmarrn probiert. Der war gut. Aber an die Erinnerung dessen, was ich vor knapp 30 Jahren in München bekommen hatte, reichte er nicht heran.
Dafür haben wir die Salzburger Nockerln entdeckt. In Salzburg. Und die haben wir in Salzburg ein weiteres Mal probiert. Was soll ich sagen: War nicht so schön wie beim ersten Mal.
Vielleicht ist es doch besser, sich an den schönen Sachen zu erfreuen, die man hat, als dem hinterher zu trauern, was man meint, früher mal gehabt zu haben.