Was bisher geschah
Die ersten vier Teile der Tourbeschreibung Alpe Adria von Salzburg nach Grado finden Sie hier, hier, hier und hier.
Mittlerweile sind wir in Italien, genauer gesagt in Tarvis (italienisch: Tarvisio), nächstes Ziel: Udine.
Tarvis ist ein Wintersportort1Wikipedia: Tarvis. Zwei Rennen des Alpinen Ski-Weltcups 2025/2026 fanden in Tarvis statt2Wikipedia: Alpiner Skiweltcup 2025/2026. Im Mai ist es in diesem Ort eher ruhig.
Was soll´s? Wir sind in Italien. Die Sonne scheint. Es ist trotzdem nicht zu warm, wir sind auf rund 750 Metern Höhe. Ideales Radfahrwetter. Auf geht´s. Von Tarvis nach Udine. Tag 6 unserer Alpe Adria-Tour.
Tag 6 der Alpe Adria-Tour – von Tarvis nach Udine
Es ist der 21.05.2026, in Tarvis werden es heute über 20°Celsius, in Udine sollen es bis zu 26°Celsius werden. Das sind ja schöne Aussichten.
Einen Teil der Strecke legen wir heute mit der Bahn zurück. So sieht es der Reiseplan von Eurobike vor – und wir haben keinen Grund, daran etwas zu ändern. Rund 65 Kilometer bleiben dennoch, die wir selbst im Sattel verbringen dürfen.
Zunächst geht es etwa fünf Kilometer leicht bergauf, anschließend fast ausschließlich bergab.



Der Radweg führt uns durch wilde Landschaften und über Brücken, die spärliche Flüsschen überqueren. Man erkennt aber, welche Wassermassen hier nach starken Regenfällen unterwegs sind, welche Gewalten hier wirken können.


Die Sonne scheint, unzählige Radfahrer sind unterwegs. In Pontebba legen wir eine erste Rast ein. Viele Gesichter kennt man schon – man nickt sich zu oder grüßt sich.
Ab Pontebba ist die alte Bahntrasse zum Radweg ausgebaut. Ständig leicht bergab führt dieser Radweg immer wieder in kühlen Tunneln durch die Berge. Ein hervorragend ausgebauter Radweg und ein echtes Vergnügen.





In Venzone legen wir eine zweite Rast ein. Die Servicekraft hier ist etwas rigider als die in Pontebba, die richtig nett war. Auf meine Frage nach der Menu-Karte nennt sie zwei/drei Dinge, die sie für relevant hält. Auf Italienisch. Aus lauter Verzweiflung haben wir einen weißen und einen roten Wein und Wasser bestellt. Der Wein war garnicht so übel. Interessiert hätte mich ein Orange-Wine. Aber dort, wo der Wein nach rot und weiß unterschieden wird, muss man vermutlich nicht nach Orange-Wine fragen. Und mein Italienisch gibt so etwas schon garnicht her.


Ab Gemona fuhren wir mit der Bahn weiter nach Udine. Besonders positiv bleibt uns die Mitarbeiterin am Serviceschalter des Bahnhofs in Erinnerung. Sie begleitet uns sogar zum Fahrkartenautomaten und erklärt geduldig Schritt für Schritt, welche Tickets wir auswählen müssen. Dabei kommen wir näher ins Gespräch. Sie erzählt, dass sie früher eine Zeit lang in Deutschland gelebt hat und dort Bekannte hat. Eine dieser kleinen Begegnungen, die eine Reise besonders machen.

Ankunft in Udine. Zum Hotel Ambassador ist es nicht weit. Kurz duschen und ab in die Stadt auf der Suche nach einem Platz mit italienischem Flair, Cafés und etwas Dolce Vita. Fündig werden wir am Piazza della Libertà. Dort verbringen wir den Nachmittag in einem kleinen Bistro, beobachten das Treiben um uns herum, bevor wir dann zum Abendessen aufbrechen. Für das Abendessen hatten wir das Ristorante Pizzeria Al Gelso ausgewählt, weil es nebenbei auch für seine Steaks bekannt ist. Hat uns gut gefallen, guter Service, schöner Innenhof, angenehme Gäste und die rund 800 Gramm Roastbeef für uns beide bei extrem fairen 45€ waren schön zart. Wir waren‘s zufrieden.


Ein kleiner Nachtrag zum Hotel Ambassador: Hunde waren weder beim Frühstück noch beim Abendessen erlaubt. Nach unserem Erlebnis mit dem kleinen Hund im Hotel Nevada in Tarvis empfand ich das dann doch als die bessere Alternative.
Und morgen geht´s nach Grado.
Herzlichst, Ihr
- 1
- 2

