Was bisher geschah
Tag 5 der Alpe Adria-Tour – von Villach nach Italien
Mittwoch, der 20.05.2026
Von Villach aus geht es heute nach Tarvis (Tarvisio). Das Wetter ist angenehm, der Alpe Adria-Radweg ist hier sehr eben, mit wenig Steigung oder Gefälle. Wir sind längst nicht die einzigen Radfahrer – die Strecke scheint ausgesprochen beliebt zu sein. Zunächst geht es an der Drau entlang.

Dann folgen wir der Gail, fahren also durchs Gailtal. Spontan denke ich an das Stück von Wolfgang Ambros und Freunden „Der Watzmann ruft“ 1 Wikipedia: Der Watzmann ruft. Aber die Gailtalerin ward auf unserer Fahrt nicht gesehen.





Ein paar Kilometer vor der Grenze zu Italien wird es etwas steiler und direkt ab der Grenze gibt’s ein sehr kurzes, sehr steiles Stück aufwärts. Dies wird aber auch immer wieder mit herrlichen Ausblicken belohnt.


Unser Hotel Nevada in Tarvis überzeugte mich nicht so recht. Im Eingangsbereich rannte ein kleiner Hund herum, der vermutlich zum Hotel gehörte. Kurz darauf setzt er sich breitbeinig auf den Teppich, um dort zu pinkeln. Der Portier schien das Ganze überhaupt nicht wahrzunehmen. Das war mein bleibender Eindruck dieses Hotels.
Nach einer kurzen Dusche machten wir uns auf den Weg ins Dorf. Wintersportorte haben außerhalb der Saison eine ganz besondere Ausstrahlung. Eine Ausstrahlung von „Nix los hier“. Das war in St. Johann im Pongau so. Auch in Bad Gastein wehte dieser Spirit. Und Tarvis bildet da keine Ausnahme.
Sehr ruhig. Normaler Anwohner-Autoverkehr. Nicht viel, aber man sollte nicht einfach so über die Straße rennen. Dazu einzelne Fußgänger, die an den Läden entlang flanieren. Es gibt sehr wohl Läden, die geöffnet sind. Zum Beispiel eine Vinothek, in der wir nachfragen, ob wir einen Orange-Wine verkosten könnten (nein, können wir nicht).
Insgesamt strahlt so ein Ort in der Nebensaison eine besondere Ruhe aus. Eine Ruhe, die dekoriert ist mit vereinzelten Spaziergängern oder Menschen, die irgendwo zusammensitzen und sich unterhalten.
Gegen 17 Uhr beginnt es leicht zu nieseln. Wir hatten bereits eine kleine Runde im Dorf und um die Dorfkirche gedreht und finden beim Einsetzen des Regens Unterschlupf im Caffé Nazionale.
Und das entpuppt sich als echter Lichtblick unseres Nachmittags: Junge Menschen, überdachte Sitzgelegenheiten im Freien, ein aufmerksamer Kellner, Italien, alles schön. Gegen Spätnachmittag wird es auch etwas geschäftiger, es gibt viel zu sehen und zu beobachten.


Das grünliche Getränk ist der Venturo Spritz, das rötliche ist der Sarti Rosa Spritz.
Zunächst wollen wir zwei Aperol Spritz bestellen. Der Kellner macht uns aber auf zwei neue Geschmacksrichtungen aufmerksam: Sarti Rosa und Venturo, das eine etwas süßer, das andere etwas bitterer als Aperol. Müssen wir natürlich sofort ausprobieren. So lernen wir die beiden (Sarti Rosa und Venturo) auch mal kennen. Für den zweiten Drink wechsele ich wieder zurück zum Aperol.
Den Abend lassen wir in einem Restaurant direkt neben unserem Hotel ausklingen mit einem friaulischen Merlot und zwei Flaschen Wasser.
Morgen geht es weiter auf dem Alpe Adria-Radweg, der Ciclovia Alpe Adria. Bis nach Grado sind es noch zwei Etappen. Ich werde berichten.
Herzlichst, Ihr
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