Alpe Adria-Radweg – Teil 3 – von Spittal bis Villach

Was bisher geschah

Das erste Teilstück unserer Alpe Adria-Tour führte von Salzburg über den Pass Lueg nach St. Johann im Pongau (bitte nicht verwechseln mit St. Johann in Tirol) und von dort über eine anspruchsvolle Bergstrecke nach Bad Gastein. Von Bad Gastein ging es direkt durch die Alpen und dann über eine etwa sechs Kilometer lange Rennstrecke nach Obervellach. Von dort entlang der Flüsse Möll und Drau weiter nach Spittal.

Heute ist Tag 4 unserer Alpe Adria-Radtour. Diese führt uns von Spittal an der Drau nach Villach, das ebenfalls an der Drau liegt.

Tag 4 der Alpe Adria-Tour – von Spittal nach Villach

Dienstag, der 19.05.2026

Der Streckenabschnitt von Spittal nach Villach führt gemächlich an der Drau entlang. Alles eben, keine relevanten Steigungen, ca. 40 km, wenn man es ohne Umwege fährt. Easy Biking.

Gleichwohl fuhren wir einen kleinen Umweg, nur 400 Meter, einen Umweg, der sich lohnte. Etwa bei Kilometer neunzehn, in Pobersach, lohnt ein kleiner Hakenschlag zum Gasthaus der Familie Wallner-Uhle zu einer zünftigen Jause. Trotz unübersichtlichem Trubel, hat die Bedienung alles bestens im Griff. Hier gibt es hausgemachte Spezialitäten.

Ein zünftiges Ambiente zwischen Hühnern und Karnickeln, die dort frei auf dem Hof herumlaufen.

Nach meinem Eindruck ein beliebter Rastplatz für Fahrradtouristen. Wir sind nahe der slowenischen und auch der italienischen Grenze. Demzufolge herrscht dort ein buntes Sprachengemisch mit wohlgestimmten Gästen. Eine slowenische Radgruppe hatte eine Runde der hausgemachten Likörchen bestellt. Als davon zwei übrig blieben, kamen sie auf uns zu und boten sie uns an. Bei soviel Freundlichkeit haben wir natürlich nicht abgelehnt.

Wir hatten sehr schönes Radfahrwetter, etwas wolkig , dann aber auch sonnig. Der Rest des Weges nach Villach barg keine Überraschungen mehr.

Angekommen in Villach

Unser Hotel in Villach lag in der Fußgängerzone, das Palais 26. Natürlich mit zusätzlichem Eingang von der Rückseite, durch den man sowohl mit Auto als auch mit dem Fahrrad in den Hof des Hotels kommt.

Wir waren sehr früh in Villach. Also, schnell geduscht, und ab in die Stadt. Villach hat eine recht schöne Fußgängerzone und eine interessante Altstadt.

Was mir in Villach wieder positiv auffiel, war dieses traute Miteinander von Fußgängern und Radfahrern, das ich auch aus anderen Fußgängerzonen in Österreich kannte. Und es klappt nach meinem Empfinden insgesamt gut. Warum auch nicht, wenn sich jeder etwas Mühe gibt und Rücksicht nimmt.

Auf der Suche nach dem besten Kaiserschmarrn

Zum Abendessen sind wir durch die Fußgängerzone in Richtung Drau spaziert, über die Draubrücke gegangen und haben uns dann im Brauhof, gegenüber der Nikolaikirche, gut aufgehoben gefühlt. Der Kellner, der den Außenbereich alleine schmiss, war ein launiger Typ mit flotten Sprüchen auf den Lippen. Und auch sonst ging alles recht flott. Alles gut.

Ich schaute mir die Speisekarte an und stellte fest, dass es Kaiserschmarrn gab. Das ist zunächst mal in Österreich nicht allzu außergewöhnlich. Was mich aber besonders lockte war, dass in der Beschreibung von karamellisiertem Zucker die Rede war1 Speisekarte Villacher Brauhof.

Fazit zum Kaiserschmarrn-Test: Ja, stimmt, Zucker war teilweise karamellisiert, aber der Teig zu dicht, etwas zu fettig, keine Rosinen und keine Nuss- oder Mandelsplitter. Nicht der schlechteste, aber eher hinter den ersten vier Kaiserschmarrn auf meiner persönlichen Hitliste.

Trotzdem ein schöner Abend, den wir mit einem kleinen Spaziergang entlang der Drau ausklingen ließen.

Und auf der nächsten Etappe geht es ins sonnige Italien. Mehr davon in einem der folgenden Beiträge.

Herzlichst, Ihr

Rolf Koch

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