ARTe Kunstmesse in Dortmund vom 08.11. bis 10.11.2024

Leser meines Blogs wissen, dass meine Frau das künstlerische Vermächtnis ihres sehr früh verstorbenen Bruders, des Künstlers Hjalmar Thelen, kuratiert. Beispielsweise über private Ausstellungen, aber auch die Teilnahme an Kunstmessen.

Vom 08.11.2024 bis 10.11.2024 nun fand die ARTe Kunstmesse in Dortmund statt. Eine Freundin meiner Frau hatte uns zu diesem Wochenende in ihr Haus in Wuppertal eingeladen, obwohl sie selbst erst am Samstag zu uns stoßen würde. So konnten wir den Besuch der ARTe Kunstmesse mit einem Besuch bei Freunden verknüpfen.

Das Format der ARTe besteht seit nunmehr etwa zehn Jahren. Obgleich die ARTe das erste Mal in Dortmund stattfand, wurden nach Angaben des Organisators noch nie so früh so viele Tickets im Vorverkauf verkauft.

Für die ARTe Kunstmesse in Dortmund waren etwa 80 Aussteller gemeldet, die in der 1.800 qm großen Halle 1 der Messe Dortmund ein großzügiges Ambiente vorfanden.

Hier ein Link zu den ausstellenden Galerien und Künstlern.

Auf vielfachen Wunsch wurde das Angebot der Restauranttheke am Sonntag ergänzt durch ein Café-Mobil mit Espresso und Co.

5. Internationales Sparkling Festival

„Das 5. Internationale Sparkling Festival in Mainz ist die weltweit führende Messe der Schaumweinkunst. Im Kurfürstlichen Schloss in Mainz versammeln sich über 80 herausragende Weingüter aus 12 verschiedenen Ländern. Mit mehr als 220 erstklassigen Schaumweinen aus dem Premiumbereich ist diese Konzentration von Spitzen-Schaumweinen einzigartig und macht die Veranstaltung zu einem unvergleichlichen Highlight in Europa.“ (Zitat)

Internationales Sparkling Festival
Eingang zum Kurfürstlichen Schloss in Mainz.
Am 03.11.2024 öffnete das Festival um 11.30 Uhr für das Fachpublikum. Die offizielle Begrüßung und Eröffnung durch die Organisatorin Gerhild Burkard, den Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, Andy Becht, sowie die Wirtschaftsdezernentin der Stadt Mainz, Manuela Matz, fand in lockerer Stimmung erst gegen 13:30 Uhr statt. Hier das anschließende „Familienfoto“.

Südafrika ist vertreten.
England ist vertreten.
Frankreich sowieso. Im Bild: Gaston Collard.
Deutschland natürlich auch, z.B. Motzenbäcker by Marie Menger-Krug. Marie Menger-Krug ist begeisterte Anhängerin der Methode Rurale.

Und hier im Bild die sechs in einer weiteren Masterclass verkosteten deutschen Sekte.

Wer zwischendurch etwas essen wollte, konnte sich etwas an der Käsetheke bestellen oder beim Food Truck im Hof des Kurfürstlichen Schlosses. Der klare Favorit an der Käsetheke: Der Löffelgorgonzola.
Zufriedener Blick zurück. Danke und Glückwunsch an Gerhild Burkard und ihr Team sowie alle Mitwirkenden für dieses tolle Event.

Mein Wein des Monats Oktober 2024

Jeder Vergleich hinkt irgendwie. Sich mit anderen vergleichen, kann frustrierend sein. Gar Vergleiche innerhalb der Familie ziehen, hat erhebliches Konfliktpotenzial. Ich mache das hier trotzdem.

Mein Wein des Monats Oktober 2024 ist der Hochheimer Hölle Riesling Erstes Gewächs 2016 des Weingutes Dienst in Hochheim und damit der jüngere Bruder meines Wein des Monats Oktober 2023, dem 2010er Hochheimer Hölle Riesling Erstes Gewächs.

Nun sind die beiden Jahrgänge nicht nur sechs Jahre auseinander, sondern waren auch für den Weinbau unterschiedlich herausfordernd. 2010 war insgesamt kühler und verregneter und brachte Weine hervor, die etwas säurebetonter waren. Das ist für die Lagerfähigkeit, und dann auch für die Entwicklung komplexerer Aromen, nicht verkehrt. 2016 fing ebenfalls regnerisch an, ab Mitte des Jahres wurde das Wetter stabiler und es blieb mild bis in den Herbst hinein. Das brachte im Vergleich zu 2010 ausbalanciertere Weine.

Soviel zu den theoretischen Unterschieden zwischen den Jahrgängen. Und nun zum Genussprotokoll:

Vorweg: Was beide Weine gemeinsam haben (außer Lage und Winzer) ist, dass beide gehaltvoll sind, schöne Kirchenfenster machen… und jetzt kommen die Unterschiede.

Die Farbe
Nicht honiggelb, sondern gelb mit deutlichem Grün-Anteil. Und so erwarte ich auch nicht diese ölig-süße Ausprägung, die der ältere Bruder hat.

Der Duft
Im Duft finden sich Zitrusfruchtaromen, Cantaloupe-Melone, Erdbeere, dazu ein Hauch von Honig. Keine Anzeichen ausladender Süße.

Der Geschmack
Im Geschmack kommen Pfirsich und die leichte Bitterkeit von Pampelmuse zu den vorgenannten Duftnoten hinzu. Die Säure ist präsent, aber nicht überschießend.

Fazit: Der Hochheimer Hölle Riesling 1. Gewächs 2016 ist ein schöner komplexer Wein. Er wirkt erstaunlich jung, spritzig und fruchtig. Er hat erkennbares Alterungspotenzial. Und vielleicht bespreche ich ihn in zwei oder drei Jahren erneut. Mal sehen, riechen, schmecken, was wir dann im Glas haben.

120. WineBANKers Table am 28.10.2024

Das Weinanbaugebiet Ahr macht flächenmäßig nicht einmal ein Fünftel des Weinanbaugebietes Rheingau aus. Gleichwohl ist an der Ahr etwa die selbe Fläche wie im Rheingau mit Rotwein bestückt. Die Ahr ist bekannt als klassisches Rotweinanbaugebiet, in dem vor allem Spätburgunder kultiviert wird. Bei den Weißweinen dominiert hingegen der Riesling. Also quasi wie im Rheingau. Bloß umgekehrt.

Zu Gast bei der WineBANK Rheingau war heute das VDP-Weingut Nelles aus Bad Neuenahr Heimersheim. Die Geschichte dieses Weingutes reicht bis ins Jahr 1479 zurück. Seit 1994 ist das Weingut Mitglied des VDP.

Philip Nelles, der für den Ausbau der Weine verantwortlich ist, führte die Gäste durch den Abend und gab spannende Einblicke in die Weinherstellung des Weingutes. Der Wein wird ausschließlich per Hand gelesen. Die Beeren werden ohne Stiel und Stängel verarbeitet, was dem Wein eine weichere Note gibt.

Zur Begrüßung gab es eine 2021 Pinot Cuvée Burgunder-Rosésekt brut aus Gutsweinen. Der Sekt hatte eine feine Perlage sowie eine tolle Balance zwischen Frucht- und Säurenoten.

Der zweite vorgestellte Wein war ein gehaltvoller und frischer 2023-er Riesling Ortswein aus über 54 Jahre alten Reben.

Ab dann sahen wir rot. Die folgende Parade dreier Spätburgunder stellte einen schönen Vergleich unterschiedlicher Charaktere dar. Zunächst ein 2022-er Gutswein, dann ein 2021-er Ortswein und schließlich ein 2022-er Großes Gewächs. Der Gutswein aus einer großbeerigen Spätburgunder-Variante kam sehr fruchtig mit leichten Röstaromen daher. Der Ortswein aus einer kleinbeerigen Pinot-Noir-Variante zeigte sich mit intensivem Rubinrot und duftender Kirsche sowie pfeffrigen Noten. Als Krönung dann das Große Gewächs aus alten Reben der Lage Schieferlay, Lösslehm auf Schiefer. Ein wunderbarer Wein.

Mein persönlicher Favorit für diesen Abend war der 2022-er Spätburgunder Gutswein, der mich wegen seiner besonderen Fruchtigkeit überraschte und sofort für sich einnahm.

WineBank

Zunächst ein paar Fragen vom Club Manager an Philipp Nelles.

WineBank

Die fünf Leckeren von der Ahr.

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Zum Abschluss ein kleines Buffet.