Ich mag Sinnsprüche. Wenn sie das Denken anstupsen, wenn sie Denkanstöße geben.
Ich mag Sinnsprüche überhaupt nicht, die das Denken einkesseln, die ihm Ketten anlegen.
„Sinnsprüche“ weiterlesen
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Ich mag Sinnsprüche. Wenn sie das Denken anstupsen, wenn sie Denkanstöße geben.
Ich mag Sinnsprüche überhaupt nicht, die das Denken einkesseln, die ihm Ketten anlegen.
„Sinnsprüche“ weiterlesenIch hatte schon seit einiger Zeit mit der Idee geliebäugelt, hier Weine zu besprechen, die mir gefallen. Und vielleicht auch solche zu besprechen, die mir persönlich nicht so zusagen.
Jetzt wäre eigentlich meine Erwartung gewesen, dass ich hier Rheingau-Weine vorstelle. Wie es der Zufall will, war, horribile dictu, meine erste Weinbesprechung genau keine eines Rheingauer Weines, sondern die eines schönen Spätburgunders vom Bodensee.
Es hat sich einfach so ergeben. Das war im September 2023. Aber natürlich haben wir im Rheingau sehr schöne Weine. Sehr gute Weine für jeden sehr guten Geschmack.
Und da ich in meinen Beiträgen oder Hinweisen zu Weinwirtschaften gerne auch darauf anspiele, dass mir ein Wein besonders zusagt, greife ich mal darauf zurück. Beispielsweise wäre da mein Lieblingswein vom Weingut Dienst in Hochheim (Dorotheenhof): Der 2010-er Hocheimer Hölle Riesling 1. Gewächs.
Der Begriff „Hölle“ hat nichts mit dem Reich des Bösen zu tun, sondern bedeutet soviel wie „Halde“ oder „Hang“. Die Lage „Hochheimer Hölle“ ist ein etwa 36 Hektar großer Hang süd- bzw. südöstlich von Hochheim entlang des nördlichen Mainufers. Diese Lage hat damit direkte Südausrichtung und aufgrund der Nähe zum Main ein besonderes Mikroklima. Ich zitiere weiter auszugsweise aus Wikipedia: „…Der Boden…besteht aus Lösslehmen und tertiären Sedimenten, die mit tertiären Mergeln (Tonmergel) durchsetzt sind. Der Tonmergel führt zu einer guten Nährstoffversorgung, die zu hohen Extraktwerten führt. Dadurch schmecken die Weine kräftig, intensiv… Handwerklich gut hergestellte Weine aus dieser Lage haben ein großes Alterungspotential.“
Was ich im 2010-er Hocheimer Hölle Riesling 1. Gewächs sofort wiedererkenne, ist: „hohe Extraktwerte“, „kräftig und intensiv“ sowie „großes Alterungspotenzial“.
Kommen wir nun zu meinem Genussprotokoll:
Die Farbe
Bernstein bzw. honiggelb. Dies lässt bereits Vorfreude über die folgenden intensiven Duft- und Geschmackserlebnisse aufkommen.
Der Duft
Zunächst: Man möchte garnicht mehr aufhören, in diesen Wein hineinzuriechen. Er lockt mit reifen bis sehr reifen Tönen von Mango, Banane, auch Litschi (Lychee), Honig. Der ein oder andere mag sogar etwas Persipan wahrnehmen.
Der Geschmack
Beim Trinken fällt sofort auf, wie ölig und satt der Wein läuft und damit ein sehr schmeichelndes Mundgefühl gibt. Da Duft und Geschmack zu einem großen Teil über die selben Rezeptoren wahrgenommen werden, finden sich die duftigen Fruchtnoten auch im Geschmack wieder: Honig, Mango, Banane.
Das Ganze wird getragen durch eine milde Säure, die eine wunderbare Symbiose mit den intensiven Fruchtnoten eingeht und die Erinnerung an eine weitere Frucht wachruft: Erdbeere.
Wie bereits gesagt, der Wein ist einer meiner Favoriten. Er verlockt dazu, jeden Schluck für längere Zeit im Munde verweilen zu lassen, da er so schön ist.
Wir haben uns bereits den 2018-er Hochheimer Hölle Riesling 1. Gewächs in den Keller gelegt und freuen uns darauf, ihn in etwas mehr als fünf Jahren aufzumachen, sollte er dann noch im Keller liegen.
Natur Pur, eine Veranstaltung der Hattenheimer Winzer, findet jährlich am Tag der deutschen Einheit statt. Also schon mal für 2024 vormerken. Erstmalig in diesem Jahr führte der Weg bis zur Domäne Steinberg. Und dort starteten wir.

Anschließend ging es zu Natur Pur.






Eine meiner Lieblingsstrecken ist die von Lorchhausen aus, den Talweg hoch, nach etwa 3,5 km links in den Wald und dann runter ins Wisperglück (siehe hier und hier). Insgesamt rund 9 km.
Man kann die Strecke aber auch abkürzen, wenn man am Grillplatz Lorchhausen links abbiegt. Los geht´s!








Es ist schön, nach einer bzw. zwei ungeplanten Operationen wieder zu Hause zu sein, und sich erholen zu können. Es ist schön, wieder alles essen zu dürfen und nicht auf „Schonkost“ zu sein. Aber solche Erholungszeiten können sich ziehen wie Kaugummi.
Mir ist klar, dass es nicht sinnvoll ist zu versuchen, sofort durchzustarten. Der Körper zeigt einem Grenzen auf und die bange Frage ist dann immer, ob man ggf. alles noch schlimmer macht. Aber der Wunsch, endlich aufzudrehen, wird immer dringender.
Spazieren gehen ist eine gute Art, den Körper wieder an Aktivität zu gewöhnen. Es ersetzt natürlich nicht das normale Training. Aber es zeigt dem Gesamtsystem „Körper“, dass alles gebraucht wird. Und so gehe ich halt spazieren. Zum Beispiel in unserem schönen Rheingau. Oder fahre mit dem Rad am Rhein entlang. Glücklicherweise darf ich wieder alles essen.




