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Habe heute meinen Sportbootführerschein See bestanden. Glückwünsche an Rolf.Koch@Im-Rheingau-zuhause.de. Danach erst mal wieder ausgiebig trainiert und dann 3 Stunden im Rheinhessischen bei Oppenheim gewandert. Schön war´s.

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Blick vom Herrenberg auf Oppenheim, im Hintergrund die Skyline von Frankfurt.
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Ruine der Burg Landskron.
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Blick auf die Katharinenkirche zu Oppenheim.
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Die berühmte Oppenheimer Rose, zu sehen in der Katharinenkirche zu Oppenheim.

Mein Wein des Monats November 2023

Auch in diesem Monat bleibe ich dabei, einen Wein zu besprechen, den ich hier auf meiner Homepage bereits erwähnt habe. Es ist ein Wein, den ich in der Wein Lounge in Freudenberg gerne zum Essen bestelle. Mein Wein des Monats November 2023 ist der 2019-er Schiersteiner Hölle Riesling Spätlese Granitfass vom Weingut Höhn. Diese Spätlese ist trocken ausgebaut. Laut Eigenaussage auf der Homepage des Weingut Höhn stammen aus der Lage „Schiersteiner Hölle“ die wertvollsten Weine des Weingutes. Soviel zum Einstieg.

2019-er Schiersteiner Hölle Riesling Spätlese Granitfass, trocken.

Schiersteiner Hölle ist also die Lage der Reben, an denen der Wein wuchs. Hölle bedeutet soviel wie Halde oder Hang. Das hatten wir bereits im Vormonat geklärt. Aber was hat es mit dem Granitfass auf sich?

Normalerweise werden Weine in Fässern aus Holz oder Stahl ausgebaut. Seit rund 10 Jahren gibt es eine weitere Variante: Der Ausbau im Granitfass. Das Granitfass kann die Temperatur gleichmäßiger halten als Holz oder Stahl, so dass bei der Gärung geringere Temperaturschwankungen auftreten. Über Weine, die im Granitfass ausgebaut wurden, wird gesagt, dass sie komplexer auftreten.

Laut Jürgen Höhn vom Weingut Höhn ist der im Granitfass ausgebaute Wein harmonischer und die Säure, bei gleichen Messwerten, viel weicher.

Kommen wir nun zum Genussprotokoll:

Die Farbe
Klares helles Gelb mit grünen Reflexen.

Der Duft
Schon im Duft findet man eine Melange aus Süße und Säure. Anklang von Zitrusfrüchten, aber auch Banane und Ananas, ein klein wenig Honig. Im Duft wird die Eleganz und Ausgewogenheit des Weines bereits erlebbar.

Der Geschmack
Leichte mineralische Note. Zu Zitrusfrüchten, Banane und Ananas gesellt sich etwas Apfel, eingebunden in eine feine Struktur aus zarter Säure und leichtem Honigschmelz.

Dieser Wein nimmt mich schon mit seinem Duft für sich ein, wobei ich darüber allerdings nicht vergesse, ihn auch zu trinken. Da der Wein bereits auf der diesjährigen Rheingauer Weinwoche knapp wurde, habe ich vorsorglich ein paar Fläschchen mehr eingelagert.

Mein Wein des Monats Oktober 2023

Ich hatte schon seit einiger Zeit mit der Idee geliebäugelt, hier Weine zu besprechen, die mir gefallen. Und vielleicht auch solche zu besprechen, die mir persönlich nicht so zusagen.

Jetzt wäre eigentlich meine Erwartung gewesen, dass ich hier Rheingau-Weine vorstelle. Wie es der Zufall will, war, horribile dictu, meine erste Weinbesprechung genau keine eines Rheingauer Weines, sondern die eines schönen Spätburgunders vom Bodensee.

Es hat sich einfach so ergeben. Das war im September 2023. Aber natürlich haben wir im Rheingau sehr schöne Weine. Sehr gute Weine für jeden sehr guten Geschmack.

Und da ich in meinen Beiträgen oder Hinweisen zu Weinwirtschaften gerne auch darauf anspiele, dass mir ein Wein besonders zusagt, greife ich mal darauf zurück. Beispielsweise wäre da mein Lieblingswein vom Weingut Dienst in Hochheim (Dorotheenhof): Der 2010-er Hocheimer Hölle Riesling 1. Gewächs.

Der Begriff „Hölle“ hat nichts mit dem Reich des Bösen zu tun, sondern bedeutet soviel wie „Halde“ oder „Hang“. Die Lage „Hochheimer Hölle“ ist ein etwa 36 Hektar großer Hang süd- bzw. südöstlich von Hochheim entlang des nördlichen Mainufers. Diese Lage hat damit direkte Südausrichtung und aufgrund der Nähe zum Main ein besonderes Mikroklima. Ich zitiere weiter auszugsweise aus Wikipedia: „…Der Boden…besteht aus Lösslehmen und tertiären Sedimenten, die mit tertiären Mergeln (Tonmergel) durchsetzt sind. Der Tonmergel führt zu einer guten Nährstoffversorgung, die zu hohen Extraktwerten führt. Dadurch schmecken die Weine kräftig, intensiv… Handwerklich gut hergestellte Weine aus dieser Lage haben ein großes Alterungspotential.“

Was ich im 2010-er Hocheimer Hölle Riesling 1. Gewächs sofort wiedererkenne, ist: „hohe Extraktwerte“, „kräftig und intensiv“ sowie „großes Alterungspotenzial“.

Kommen wir nun zu meinem Genussprotokoll:

Die Farbe
Bernstein bzw. honiggelb. Dies lässt bereits Vorfreude über die folgenden intensiven Duft- und Geschmackserlebnisse aufkommen.

Der Duft
Zunächst: Man möchte garnicht mehr aufhören, in diesen Wein hineinzuriechen. Er lockt mit reifen bis sehr reifen Tönen von Mango, Banane, auch Litschi (Lychee), Honig. Der ein oder andere mag sogar etwas Persipan wahrnehmen.

Der Geschmack
Beim Trinken fällt sofort auf, wie ölig und satt der Wein läuft und damit ein sehr schmeichelndes Mundgefühl gibt. Da Duft und Geschmack zu einem großen Teil über die selben Rezeptoren wahrgenommen werden, finden sich die duftigen Fruchtnoten auch im Geschmack wieder: Honig, Mango, Banane.

Das Ganze wird getragen durch eine milde Säure, die eine wunderbare Symbiose mit den intensiven Fruchtnoten eingeht und die Erinnerung an eine weitere Frucht wachruft: Erdbeere.

Wie bereits gesagt, der Wein ist einer meiner Favoriten. Er verlockt dazu, jeden Schluck für längere Zeit im Munde verweilen zu lassen, da er so schön ist.

Wir haben uns bereits den 2018-er Hochheimer Hölle Riesling 1. Gewächs in den Keller gelegt und freuen uns darauf, ihn in etwas mehr als fünf Jahren aufzumachen, sollte er dann noch im Keller liegen.

NATUR PUR

Natur Pur, eine Veranstaltung der Hattenheimer Winzer, findet jährlich am Tag der deutschen Einheit statt. Also schon mal für 2024 vormerken. Erstmalig in diesem Jahr führte der Weg bis zur Domäne Steinberg. Und dort starteten wir.

Natur pur
Unser erster Weg führte uns zum „Schwarzen Häuschen“ im Steinberg.

Anschließend ging es zu Natur Pur.

Natur pur
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Natur pur
Zum Abschluss wieder zur Domäne Steinberg. Ein sehr attraktiver Betrieb des Landes Hessen.