wineBANKers Table am 26.02.2024

Riesling aus den berühmtesten Schieferlagen der Mosel präsentierte das Weingut Wwe Dr. H. Thanisch – Erben Thanisch am 26.02.2024 in der wineBANK Rheingau. Das in Bernkastel-Kues ansässige VdP-Weingut hat eine über 375-jährige Geschichte und wird nun bereits in 4. und 5. Generation von Frauen geleitet, erfahren wir von Christina Thanisch, der Tochter von Inhaberin Sofia Thanisch. In den eigenen Weinbergen wird ausschließlich Riesling angebaut. Und auch nur Trauben aus diesen Weinlagen werden in den eigenen Weinkellern ausgebaut. Für die Gärung werden grundsätzlich keine künstlichen Hefen verwendet. Durch die Verwendung natürlicher Hefen soll der Terroir-Gedanke betont werden, der auch die Grundidee der VdP-Klassifikation darstellt.

Vorgestellt wurden fünf Weine, vom Ortswein bis zu den Großen Lagen „Lay“, „Badstube“ und die sonnenverwöhnteste Lage „Doctor“, eine Lage mit Süd- bis Südwest-Ausrichtung und bis zu 70% steilen Schieferhängen. Der 2022 DOCTOR Riesling GG, trocken, ist eine der Ausnahmen, bei denen zusätzlich etwas Reinzuchthefe verwendet wird. Ansonsten sind die Riesling-Weine, Mosel-typisch, wie wir erfahren, eher feinherb bis restsüß ausgebaut. Für Rheingauer Riesling-Freunde eine interessante Erfahrung, ist man hier doch eher trocken ausgerichtet. Und bemerkt eventuell nicht, was einem entgeht. Und so bricht Club Manager Dominic Nebel eine Lanze für die Kombination von Wildragout und feinherbem Riesling von der Mosel.

wineBANKers Table am 26.02.2024
Christina Thanisch zwischen Christian Ress und Club Manager Dominic Nebel.
wineBANKers Table am 26.02.2024
Club-Atmosphäre
wineBANKers Table am 26.02.2024
Alte Reben, ein Großes Gewächs und drei Weine aus Großen Lagen.
wineBANKers Table am 26.02.2024
Zum feinherben Wein gab´s ein feines Käsebuffet.
Weiter hinten im Keller.

Mein Wein des Monats Februar 2024

Im Januar hatte ich von unserer privaten Verkostung mehrerer Rheingauer Weine berichtet. Dabei fiel uns ein Gutswein auf, der uns allen sehr gefallen hat. Die Rede ist hier vom 2022 Riesling „Trumpf“ Gutswein vom VdP-Weingut Jakob Jung. Nun ist zwar der Gutswein die unterste Stufe in der Klassifikation des VdP . Aber der Gutswein ist eine Art Aushängeschild des Weingutes. Da zeigt der Winzer, was er für wichtig hält. Oftmals sind da dann auch gehobene Lagen des Weingutes mit drin. Das Weingut Jakob Jung hat Rebflächen in zwei Ersten Lagen und zwei Großen Lagen.

Hier unser Verkostungsprotokoll:

Die Farbe:
Helles Gelb mit grünen Reflexen.

Der Duft:
Grüne und gelbe Früchte: Papaya, Mango, Kiwi, grüner Apfel.

Der Geschmack:
Ein schlanker Wein, die Säure ist fein integriert und nicht dominant. Die vielfältigen Fruchtnoten sind eingebettet in eine angenehme Mineralität. Leicht kräutrige Anteile, nachklingender Abgang.

Ein schöner Wein, der sich einem sofort erschließt.

Sinnsprüche

„Wir erreichen jeden Lebensabschnitt als Neuling“ (François de la Rochefoucauld)

Dieser Sinnspruch hat etwas in mir anklingen lassen. Natürlich. Das ist bei allen Sinnsprüchen/Aphorismen, die ich hier teile, der Fall. Nachdem das also geklärt ist, will ich nun auch sagen, was da klingt.

„Sinnsprüche“ weiterlesen

wineBANKers Table am 29.01.2024

Zu Gast beim wineBANKers Table am 29.01.2024 war das VDP-Weingut Schloss Vollrads, mit über 800 Jahren Weinbautradition eines der ältesten Weingüter Deutschlands.

Präsentiert wurden die Weine von Kellermeister Jochen Bug und dem Vertriebsleiter Deutschland, Stefan Färber.

Die Bandbreite der vorgestellten Weine ging vom Gutswein bis zum Großen Gewächs der Einzellage Greiffenberg. Den Abschluss machte ein 2018 Schlossberg Riesling Sekt brut nature.

wineBANKers Table am 29.01.2024
Stefan Färber und Jochen Bug stehen dem Clubmanager der wineBANK Rheingau, Dominic Nebel, Rede und Antwort.

wineBANKers Table am 29.01.2024

Von rechts nach links:
2018 Schlossberg Riesling Sekt brut nature
2022 Gutswein Vollrads Riesling trocken
2022 Gutswein Riesling „Edition“ trocken, der gewählte Lieblingswein der Mitarbeiter von Schloss Vollrads
2020 „1716 Cabinet“ Riesling trocken, eine Reminiszenz an die Errichtung des weltweit ersten Cabinet-Kellers zu Schloss Vollrads
2021 Schlossberg Riesling Großes Gewächs trocken
2018 Greiffenberg Riesling Großes Gewächs trocken

wineBANKers Table am 29.01.2024

Ich freue mich schon darauf, im Sommer wieder öfter mal eine nette Runde von Mittelheim über Schloss Vollrads nach Johannisberg und zurück nach Mittelheim zu gehen. Und dann sicherlich auch eine kleine Rast im Hofausschank des Schlosses zu machen.

Mein Wein des Monats Januar 2024

In kleiner privater Runde hatten wir Mitte Januar eine Verkostung mehrerer Rheingauer Weine unternommen. Unter dem Motto „Im Rheingau zuhause“ zauberte meine Liebste ein hervorragendes 4-Gänge-Menue. Als Entrée durften wir uns über eine Terrine von Wisperforellenfilets freuen, gefolgt von einer Rheingauer Schneckensuppe. Als Hauptgang gab es Hirschrücken unter einer Haube einheimischer Wildkräuter mit Nüssen sowie Spätzle, zum Abschluss eine Käseplatte. Für den Hauptgang hatten wir einen 2018 LORCHER BODENTAL-STEINBERG SPÄTBURGUNDER trocken RGG vom Weingut Mohr gewählt.

Wein des Monats Januar 2024

Die Lage Lorcher Bodental-Steinberg befindet sich gegenüber von Trechtingshausen, kurz nachdem der Rhein seine Richtung von Nord nach Nord-West ändert. Demzufolge haben wir dort Lagen in südwestlicher Ausrichtung, diese weisen bis zu 45% Hangneigung auf. Der Boden besteht zu großen Teilen aus Schiefer, der die Wärme des Tages speichert und nachts wieder abgibt. Dies liefert Trauben für ausdrucksstarke Weine. Womit wir wieder beim 2018 LORCHER BODENTAL-STEINBERG SPÄTBURGUNDER trocken RGG des Weinguts Mohr sind.

Hier unser Verkostungsprotokoll:

Die Farbe:
Der Wein hat ein tiefes Rubinrot. Schwenkt man das Glas etwas, so ziehen sich lange Schlieren am Weinglas, sogenannte Kirchenfenster. Dies kann auf einen relativ hohen Alkoholgehalt des Weines hindeuten. In unserem Falle würde es passen, denn der 2018-er Lorcher Bodental-Steinberg Spätburgunder RGG hat 14% Alkohol.

Der Duft:
Neben einem intensiven Cassis-Duft fällt eine sehr pfeffrige Duftnote auf, unterstützt im besten Sinne des Wortes vom relativ hohen Alkoholgehalt.

Der Geschmack:
Sehr dichter Wein, der aber fast leichtfüßig daher kommt. Cassis, Brombeere und Vanillenoten finden sich im Geschmack wieder und, sehr reizvoll, die pfeffrige Würze, die schon im Duft so vielversprechend auftrat. Die Tannine sind sehr weich und zusammen mit der Säure sehr gut eingebunden. Ein wunderbarer Wein mit einem sehr ausgewogenen Verhältnis von Frucht, Säure und Tanninen.

Dieser Wein war mein Favorit dieses schönen Abends. Als kleinen Spoiler für Februar 2024 kann ich hier schon sagen, dass daneben ein anderer Wein unsere Aufmerksamkeit erregte. Dieser spielt zwar in einer anderen Liga, war aber gerade deshalb für uns eine schöne Überraschung.